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Gesellschafterstreit, erste Sicherung

Vor der Anzeige, dem Beschluss oder der Klage entscheidet die Sicherung: Zugriff auf Konten, Firmenbuch, Kunden und Beweise ordnen.

Warum dieser Schwerpunkt jetzt zählt

Am Anfang eines Gesellschafterstreits steht keine große Klage. Es geht darum, dass die Gesellschaft nicht in wenigen Tagen auseinandergerissen wird. Zugriff auf Konten, Firmenbuchstand, Kundendaten und die eigene Beteiligungsdokumentation müssen unabhängig vom Mitgesellschafter gesichert sein.

Kritische Klausel- und Konfliktpunkte

Kritisch sind Bankvollmachten, Vertretungsregeln, Zugriffsrechte auf digitale Systeme und der Zustand der Beschlusslage. Ohne diese Sicherung verlieren die späteren Anträge auf Anfechtung oder Ausschluss ihre Wirkung, weil in der Zwischenzeit Vermögen und Kunden bereits verschoben wurden.

Wie Sie sich vorbereiten

Für die erste Sicherung sind Firmenbuchauszug, Gesellschaftsvertrag, Bankkonten, digitale Zugänge und die letzten Beschlüsse und Protokolle zu bündeln. Auf dieser Basis lassen sich einstweilige Verfügung, Einsichtsverlangen und Anfechtung koordiniert vorbereiten.

Checkpunkte für die Prüfung

Bankvollmachten und Zugriffsrechte auf digitale Systeme prüfen und protokollieren.
Firmenbuchauszug ziehen und Beteiligungsstand vor der ersten Eskalation festhalten.
Beschlusslage und Protokolle chronologisch ordnen, nichts telefonisch weiterverhandeln.
Kunden-, Vertriebs- und Vertragslisten der letzten zwölf Monate sichern.

Häufige Fragen

Wann ist die erste Sicherung sinnvoll?

Sobald der Streit nicht mehr innerhalb weniger Tage sachlich lösbar erscheint, sollte die Sicherung anlaufen, unabhängig davon, ob eine Anfechtung schon feststeht.

Wie viel Zeit bleibt für Sicherungsmaßnahmen?

Sehr wenig. Bereits die erste offen ausgetragene Konfliktrunde führt oft dazu, dass Zugänge, Konten oder Dokumente umgestellt werden.

Diese Information ist eine erste Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Keine Frist, Erfolgs- oder Kostengarantie.